ENGEL auf der Plastimagen 2019

Die ENGEL e-cap steht für höchste Effizienz in Verbindung mit bester Produktqualität. Auf der Plastimagen 2019 vom 2. bis 5. April in Mexico-City stellt die vollelektrische Spritzgießmaschine unter realen Produktionsbedingungen ihre Leistungsstärke unter Beweis. Auf einer e-cap 740/160 mit 1.600 kN Schließkraft werden 28-mm-Verschlüsse vom Typ PCO 1881 für kohlensäurehaltige Softdrinks produziert. Welche neuen Möglichkeiten die Digitalisierung und Vernetzung den Kunststoffverarbeitern eröffnen, und wie sich diese einfach ausschöpfen lassen, bildet einen weiteren Schwerpunkt am Messestand von ENGEL in Halle D.

Verfügbar mit Schließkräften von 1.100 bis 4.200 kN ist die ENGEL e-cap die einzige Verschlussmaschine im Markt, die auch im hohen Schließkraftbereich vollelektrisch arbeitet. Damit ist sie gleichzeitig die energieeffizienteste Maschine ihrer Klasse. Auf der Plastimagen kommt ein 24-fach-Werkzeug des österreichischen Werkzeugbauers HTW zum Einsatz. Verarbeitet wird ein PEHD von Borealis (Wien, Österreich) mit einem Schussgewicht von 2 Gramm pro Kavität. An Peripherie umfasst das Exponat unter anderem ein Trockenluftsystem von Eisbär aus Österreich. „Stimmen wir die Spritzgießmaschine, das Material, das Werkzeug und die Peripherie von Beginn an exakt aufeinander ab, können wir die Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen und den Gesamtenergieverbrauch weiter reduzieren“, betont Peter Auinger, Geschäftsführer von ENGEL de Mexico in Querétaro. Weltweit bietet der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL mit Stammsitz in Österreich vollständig integrierte und automatisierte Fertigungszellen aus einer Hand an. Auch bei der Projektierung und beim After-Sales-Service steigert dies die Effizienz. „Unser Kunde hat nur einen zentralen Ansprechpartner“, verdeutlicht Auinger. „Als Generalunternehmer tragen wir die Gesamtverantwortung, auch für Anlagenkomponenten, die wir gemeinsam mit Partnern realisieren.“

Minimale Zykluszeiten, maximale Qualität

ENGEL hat die e-cap Baureihe gezielt an die Anforderungen der Herstellung von Getränkeverschlüssen angepasst. Für die einzelnen Verschlusstypen erreicht die Hochleistungsmaschine jeweils besonders kurze Zykluszeiten. Mit unter 2 Sekunden weist die Herstellung von Leichtverschlüssen für stilles Wasser die kürzesten Zykluszeiten auf. Bei CSD-Verschlüssen variieren die Zykluszeiten je nach Verschlusstyp. Für die 28-mm-Verschlüsse vom Typ PCO 1881 erreicht die e-cap auf der Plastimagen eine Zykluszeit von 3,7 Sekunden. Neben der Energieeffizienz und Produktivität sind die Präzision und Prozessstabilität bei der Auswahl einer Verschlussmaschine entscheidend. „Geometrisch betrachtet haben Getränkeverschlüsse ihr Lightweighting-Minimum erreicht“, so Auinger. „Damit stellen sie höhere Anforderungen an die Präzision und Wiederholgenauigkeit der Spritzgießmaschine denn je.“ Verantwortlich für die herausragende Prozessstabilität der e-cap Spritzgießmaschine sind unter anderem die leistungsstarken Servo-Direktantriebe. Sie stellen selbst beim Einsatz hochfester HDPE-Materialien mit einem MFI von unter 1 g/10 min die erforderliche Plastifizierleistung und ein Höchstmaß an Gutteilen sicher.

Maschine optimiert sich selbst

inject 4.0 lautet der zweite Schwerpunkt am Messetand von ENGEL in Mexico-City. „Unsere Kunden nutzen das Potenzial der Digitalisierung und Vernetzung immer stärker aus“, berichtet Auinger. Besonders nachgefragt sind intelligente Assistenzsysteme, mit deren Hilfe sich die Spritzgießmaschine im laufenden Prozess kontinuierlich selbst optimiert. iQ weight control zum Beispiel analysiert während des Einspritzens den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss einzeln werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Schwankungen im Rohmaterial und in den Umgebungsbedingungen werden damit ausgeglichen, noch bevor Ausschuss produziert wird. „Die iQ Assistenzsysteme sind oft der erste Schritt auf dem Weg zur smart factory“, so Auinger. „Der modulare Aufbau des inject 4.0 Programms macht es einfach, mit einzelnen, kleineren Lösungen einzusteigen und darauf aufbauend die Digitalisierungsstrategie bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.“ Weitere Assistenzsysteme, die ENGEL während der Messe in einem Expert Corner präsentiert, sind iQ clamp control zur automatischen Ermittlung der optimalen Schließkraft und iQ flow control für die dynamisch geregelte Mehrkreistemperierung.

Verfügbarkeit von Maschinen steigern

Beim Instandhalten und Warten von Spritzgießmaschinen besteht die Herausforderung darin, eine hohe Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Kostenreduktion zu garantieren. Und auch hierfür eröffnet inject 4.0 neue Chancen. Die Condition-Monitoring-Lösung e-connect.monitor macht es möglich, den Zustand von prozesskritischen Maschinenkomponenten im laufenden Betrieb zu prüfen und die Restlebensdauer der Komponenten zuverlässig zu prognostizieren. Auf diese Weise lassen sich ungeplante Stillstände vermeiden und die Lebensdauer der Komponenten voll ausschöpfen. Vier Module sind aktuell im Angebot, für Plastifizierschnecken, Kugelgewindetriebe in elektrischen Hochleistungsmaschinen, wie zum Beispiel der ENGEL e-cap, Konstantpumpen in servohydraulischen Spritzgießmaschinen und für das Hydrauliköl.

Alle Serviceprodukte von ENGEL – neben e-connect.monitor ist das zum Beispiel e connect.24 für den 24/7-Online-Support – sind bei ENGEL in das Kundenportal e-connect Integriert. Dieses bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über die Maschinenstatus, den Zustand der überwachten Maschinenkomponenten, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. Auf diese Weise vereinfacht und beschleunigt das Portal die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und dem Zulieferer ENGEL. Die dazugehörige App hält den Anlagenbetreiber auf dem Laufenden, selbst wenn er sich gerade an einem anderen Standort aufhält.

MES für Einsteiger und Fortgeschrittene

Auch für die Vernetzung der Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen innerhalb des Unternehmens hat ENGEL auf der Plastimagen smarte Lösungen im Gepäck. TIG authentig, das MES (Manufacturing Execution System) der ENGEL Tochter TIG (Rankweil, Österreich) ist bis ins Detail auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie zugeschnitten. Es schafft Transparenz, um zum Beispiel die Kapazität des Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren. Zu den neuen Produkten, die TIG in Mexiko präsentiert, gehören die Dashboard-Lösung TIG 2go, die sich vor allem für den Einstieg in die MES-Welt eignet, sowie die Hochleistungs-Analyseplattform TIG big data zur Vernetzung weltweiter Maschinenparks in einem zentralen Cockpit.

Seit mehr als 20 Jahren in Mexico präsent

ENGEL ist seit 1996 mit einer eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassung in Mexiko präsent. 2010 wurde der Standort von Mexico City nach Querétaro verlegt und dabei deutlich ausgebaut. In Zentralmexiko verfügt ENGEL über ein eigenes Maschinentechnikum und Ersatzteillager. Um die Nähe zu seinen Kunden noch weiter zu stärken, eröffnet ENGEL Ende Februar 2019 im Norden des Landes in der Region Monterrey einen zweiten Standort. Insgesamt beschäftigt ENGEL in Mexiko rund 70 Menschen.

ENGEL auf der Plastimagen 2019: Halle D, Stand 514

Quelle: ENGEL

 

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