Rund 40 Experten beim Freeformer-Anwendertag 2018

  • Expertentreffen in Loßburg: Erfahrungsaustausch zum Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF)
  • Freeformer: Teilnehmer aus Europa informieren sich über technische Fortschritte
  • Schwerpunkt: Neue Materialien und deren Qualifizierung in Theorie und Praxis

 

Rund 40 Experten für die additive Fertigung kamen am 10. April 2018 aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz zum Freeformer-Anwendertag ins deutsche Arburg-Stammwerk nach Loßburg. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch in Sachen Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) mit dem Freeformer. Zunächst informierten die AKF-Experten von Arburg über neue Features von Hard- und Software und gaben Tipps für die additive Fertigung mit dem offenen System, bevor die Teilnehmer am Nachmittag in Gruppen selbst die Raffinessen der Materialqualifizierung erarbeiteten.

 

„Wir haben in den vergangenen Monaten viel erreicht und freuen uns, Ihnen heute weitere große Fortschritte im Arburg Kunststoff-Freiformen zu präsentieren“, begrüßte Eberhard Lutz, Bereichsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg, die rund 40 Teilnehmer zum Freeformer-Anwendertag 2018.

 

Fortschritte im Arburg Kunststoff-Freiformen

In vier Fachvorträgen erläuterten die AKF-Experten, welche Fortschritte sie in der industriellen additiven Fertigung mit dem Freeformer erzielt haben. So wurde z. B. die neu überarbeitete Slicing-Software vorgestellt, die ab sofort allen Freeformer-Kunden kostenlos zum Update zur Verfügung steht. Interessante neue Features sind etwa die „intelligente“ automatische Generierung einer dem Bauteil angepassten Stützstruktur, eine an die Linienlänge adaptierte Füllgeschwindigkeit, eine druckregulierte Strategie für eine bessere Haftung der ersten Schicht auf der Grundplatte und viele weitere Features. Hinzu kommen eine überarbeitete, noch komfortablere Bedienoberfläche der Freeformer-Steuerung, optimierte Stützstrukturen und neue bzw. überarbeitete Materialprofile. Die Verbesserungen führen insgesamt zu einer sehr hohen Prozessstabilität und Teilequalität. „Wir können heute für einige Materialien Standardprofile zur Verfügung stellen, mit denen sich Funktionsbauteile herstellen lassen, die in horizontaler Bauorientierung zu 100 Prozent die gleichen mechanischen Eigenschaften aufweisen wie Spritzteile“, betonte Dr. Agnes Kloke, Entwicklung Technologie Kunststoff-Freiformen bei Arburg. Natürlich erlaube das offene System weiterhin bei Bedarf die kundenspezifische Anpassung von Prozessparametern.

 

Materialqualifizierung in der Praxis

Nachdem die Teilnehmer eine theoretische Einführung in die Materialqualifizierung und das aktuelle Werkstoffspektrum erhalten hatten, ging es daran, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Dazu arbeiteten die Gäste in fünf Workshops mit den AKF-Experten zusammen. Dabei galt es, Maschine und Material vorzubereiten, die optimale Temperatur und Tropfengeometrie zu ermitteln und Testteile additiv zu fertigen und zu analysieren. Zwischendurch bot sich ausgiebig Gelegenheit, die eigenen Aufgabenstellungen und Herausforderungen zu diskutieren.

Zur Abrundung des gelungenen Anwendertages gab Dr. Eberhard Duffner, Bereichsleiter Entwicklung und Kunststoff-Freiformen, im Rahmen der Abschlussdiskussion einen Ausblick, an welchen Neuerungen sein Entwicklungsteam derzeit arbeitet. Die Teilnehmer zeigten sich sehr angetan von den aktuellen und geplanten Weiterentwicklungen von Hard- und Software und nahmen viele Tipps und Anregungen mit nach Hause, wie sie mit dem Freeformer künftig noch bessere Ergebnisse erzielen können.

 

Quelle: Arburg

 

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